Was haben die französische Sprache und eine Ehefrau gemeinsam ? Beide werden geliebt, aber leider nicht beherrscht !
Tolle Stimmung bei der Estenfelder Sängervereinigung
Mit dem gemeinsamen Lied „Bunt sind schon die Wälder“ wurde die diesjährige „Weinlesung“ im herrlich geschmückten Sängerheim eröffnet.
Nach der herzlichen Begrüßung durch die 1. Vorsitzende Gitti Krüger und dem schwungvollen Lied des gemischten Chores: „Hey das ist Musik für dich“ wurden die leckeren Brotzeitteller serviert, die kurz zuvor von den Sängerinnen Maria Arnold, Anita Nuß und Elisa Mainberger zubereitet worden sind, um den Gästen eine „gute Unterlage“ zu verschaffen.
Winzermeister Stefan Bauer aus Thüngersheim präsentierte die erste Weinprobe des Abends: einen 2023er Blauen Silvaner Kabinett. Danach hatte MdL a.D. Manfred Ländner schon nach seinem ersten Gedicht die volle Sympathie aller Gäste, als er Martin Luther zitierte: „aus einem verzagten Arsch kommt kein lustiger Pfurz“.
Dass ein Spätburgunder „Blanc de Noirs“ hell gekeltert wurde, erfuhren wir bei der nächsten Weinprobe. Der Männerchor besang das „Weinland“ und der gemischte Chor „Ich lob‘ die edlen Reben“, einem Lied aus des Knaben Wunderhorn. Dirigent Stefan Demling begleitete die Chöre auf dem Klavier.
Bei der dritten Weinprobe „Regent“, erfuhren wir, dass diese Sorte seit dem Jahr 2000 in Franken zugelassen ist. Die lockere und informative Art, mit der Stefan Bauer seine Weine präsentierte, erfreute die Gäste sehr und brachte alle zum Lachen.
Nach der Geschichte über den Kuraufenthalt eines Mannes, der ohne jeglichen Pfennig wieder nach Hause zurückkam, seine Frau hingegen ihre Barschaft noch bei sich hatte, waren sich alle einig, dass Manfred Ländner die Gabe hat, einen ganzen Saal hervorragend zu unterhalten. „Der Mann war von der Kur geschlaucht, das Taschengeld war aufgebraucht“, die Frau, die hat gelacht und alles wieder mit nach Haus gebracht“. Tosender Applaus war seine Gage.
Der Auftritt des „Jungen Chores“ unter der Leitung von Fabio Grieco und Theresa Störlein begeisterte das Publikum und wurde auch mit tosendem Applaus belohnt. Lieder wie: „es führt über den Main, „Blue Moon“ und „Griechischer Wein“ fanden großen Anklang und verlangten nach einer Zugabe, die dem Publikum auch gewährt wurde.
Nach der vierten Weinprobe, einem 2023 Rotling und dem Liedvortrag des gemischten Chores „Ein bisschen Frieden“ wurde das Publikum von Manfred Ländner aufgeklärt. Klassentreffen, das jahrzehntelang immer im gleichen Lokal stattfindet ist wie folgt: im Alter von 30 gibt es Getränke, mit 40 gutes Essen, mit 50 gibt es vegetarische Gerichte, mit 70 einen Seniorenteller und mit 80 kann sich keiner mehr erinnern, wo die letzten Treffen stattgefunden haben“.
Nach der fünften Weinprobe „Gaumenfreund“ überlebten wir eine Überraschung in Form einer Zugabe des Winzermeisters Stefan Bauer mit einem Rotweincuvée „Herzblut“, der kalt, aber auch warm genießbar ist.
Mit dem Lied des Männerchores „Mexikanische Serenade“, das einst Freddy Quinn gesungen hat, wurde das Ende des lustigen Abends eingeläutet.
Die Vorsitzende bedankte sich nochmals bei allen Helfern, die zum guten Gelingen des Abends beigetragen hatten. Sie lud alle Gäste ein, an der nächsten Singstunde teilzunehmen. „Traut euch, es wäre schade, wenn ein wichtiges Kulturgut in Estenfeld verloren ginge“. Ein extra Dankeschön für die hervorragende Weinpräsentation und die fantastische Unterhaltung ging jeweils an den Winzermeister Stefan Bauer und an MDL a.D. Manfred Ländner. Das Publikum war total begeistert und bedankte sich nochmals mit einem riesigen Applaus.
Nach der 6. Weinprobe sangen alle mit Begeisterung das Abschiedslied „Sierra Madre“ und gingen dann fröhlich und gut gelaunt nach Hause.
Gitti Krüger